Inklusion und Vielfalt

Der CVJM Pfalz verknüpft in seinem Bildungskonzept die Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung, biologische Vielfalt und Inklusion im ländlichen Raum und im weltweiten Horizont.



BNE                                                                                                                           



Das Bildungskonzept des CVJM Pfalz umfasst

-       wald- und erlebnispädagogische Programme,

-       die Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter (JULEICA) und

-       die internationalen Kontakte zu CVJMs in Tansania und Costa Rica fördern interkulturelles Lernen. In Tansania wird ein Begegnungszentrum für Christen und Muslime sowie eine Mädchenschule unterstützt, in Costa Rica eine Kindertagesstätte in einem sozial schwierigen Viertel der Hauptstadt mit Austausch von Volontären.

2015 fand eine trinationale Begegnungsfreizeit mit CVJMs aus China, Frankreich und Deutschland zum Thema

             Nachhaltigkeit statt.

Die Bildungsarbeit des CVJM Pfalz mit dem Titel „ Bildung mit Kopf, Herz und Hand im Zeichen des CVJM Dreiecks“ wurde 2011 und 2013 als „UN-Dekadeprojekt Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

2015 wurde das CVJM-Jugendgästehaus zertifiziert als Schulnahe Umweltbildungseinrichtung Rheinland-Pfalz (SchUR-Station).

Vom Rat für Nachhaltigkeit wurde das Projekt ausgezeichnet 2013 als Werkstatt N Impulse und 2016 als Werkstatt N Projekt.

2016 wurde das Jugendgästehaus für 3 Jahre weiterhin zertifiziert als GUT DRAUF- Einrichtung mit dem Fokus auf gesundes regionales Essen, Bewegung und Stressregulation.

Für das Bildungsprojekt „Wir machen den Wald begreifbar“ erhielt der CVJM Pfalz im September 2016 den Umweltpreis von Rheinland-Pfalz.



Der CVJM Pfalz hat seine bisherigen Waldprogramme und das Gelände des Jugendgästehauses verstärkt auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausgerichtet.



Auf dem Außengelände ist ein Parcours der Sinne entstanden mit Stationen der Bewegung, der biologischen Vielfalt und WaldART:

-       duftende und essbare Früchte tragende Bäume/Sträucher

-       Ruhepunkte durch Hängematten- und Nestschaukeln

-       Niedrigseilgarten

-       Balancierstämme

-       Bogensportanlage

-       Bienenstöcke mit Angebot Honig zu schleudern

-       Zapfensortieranlage

-       verschiedene Nistmöglichkeiten bauen

-       Mega-Natur-Webrahmen zwischen Bäumen

-       einen mobilen Barfußpfad (auch für Rollstuhlfahrer geeignet)

-       Fühlkästen

-       Dendrophon

-       Kräuterschnecke

-       Untersuchungsmöglichkeit der Wasserspeicher-Eigenschaft verschiedener. Böden

-       2große von den Kinder ausgefüllte Insektenhotels

-       Lesesteinhaufen für wechselwarme Tiere

-       Lausch-Periskop in den Baum-Wipfelbereich

-       Tastvorrichtung für verschiedene Baumarten

-       Rollstuhl-Wippe

-       Rollstuhl geeignetes Trampolin

-       Allee von Bäumen des Jahres

Mitgeholfen haben dabei verschiedene Förderschulklassen und Jugendgruppen aus CVJM Ortsvereinen und Fördereinrichtungen.

Die Westpfalz-Werkstatt hat zu Beginn mit einer Gruppe Geh-behinderter und Rollstuhlfahrer das Gelände unter die Lupe genommen und Gestaltungsideen geäußert.



Schnell wurde deutlich, dass parallel zu der Projektentwicklung ein breit ausgebautes Netzwerk nötig ist.

Im Bereich seiner Bildungsarbeit hat der CVJM Pfalz daher ein Netzwerk entwickelt aus Institutionen, Vereinen und Initiativen aus den Bereichen Behindertenhilfe, Schulen, Kommune, Kirche, Jugendarbeit, Naturschutz, Wissenschaft.

Das jeweilige Engagement ist sehr unterschiedlich: von direkter Umsetzung des Projektes über Beratung bei Bedarf, Vermittlung von Kontakten und Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Aufbau und der Pflege eines vielfältigen Netzwerkes gemacht.



Unsere Kooperationspartner sind:

-       das Forstamt Otterberg (gemeinsame Waldprogramme und Projektentwicklung)

-       Landesjugendpfarramt (Beratung, Netzwerk, Material und Vortragstätigkeit) ,

-       Landesdiakoniepfarrer (Beratung, Netzwerk,“Türöffner“)

-       Westpfalz-Werkstätten (Beratung, Mitarbeit)

-       Förderverein Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung (Beratung)                  

-       CVJM Jugendgruppe Erfenbach/Katzweiler (Mitarbeit)

-       Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg (Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Beratung)

-       Dekanat An Alsenz und Lauter

-       Kirchengemeinde Katzweiler-Mehlbach

-       Kirchengemeinde Otterbach

-       Institut für Sonderpädagogik der Uni Landau (wissenschaftl.. Begleitung)

-       Kommunale Jugendsozialarbeit

Vernetzt sind wir weiter mit den/dem

-       Arbeitskreisen des Landesjugendpfarramtes zu den Themen inklusive Freizeitenarbeit und Anschlüsse Konfirmanden- und Jugendarbeit

-       Netzwerk Umweltbildung Kaiserslautern und Rheinland-Pfalz,

-       dem Netzwerk der SchUR-Stationen in Rheinland-Pfalz,

-       dem Projekt Kaiserslautern inKLusiv der Lebenshilfe,

-       der Zukunftsregion Westpfalz, einem freiwilligen Zusammenschluss von Firmen, Institutionen und Vereinen zur Behebung des drohenden Fachkräftemangels in dem ländlichen, strukturschwachen Gebiet der Westpfalz,

-       mit dem Netzwerk Bildungspartner BNE in der grenzüberschreitenden Großregion (Saarland, RLP, Graine Lorraine und BENELUX und

-       mit dem Netzwerk Stiftungen und Bildung.

-       AK Klimabildung der Prot. Landeskirche der Pfalz





Folgende Projekte und ihre Weiterentwicklungen wurden in den letzten Jahren geplant und durchgeführt.

„Wir machen Wald begreifbar–Waldpädagogik auch mit Menschen mit Behinderung“

-Waldolympiade

-das Leben der Honigbiene mit allen Sinnen erfahren

-mit Robin Hood unterwegs

- Boden- ein Schatz mit Füßen getreten

- Outdoor-Kochen

-Erlebnis.Beruf.Abenteuer. zur Förderung der Berufsreife

Arbeitsbereich Konfirmanden: Konfitüre

- Konfirmanden und ehrenamtliches Engagement

-:Konfi-Camps – Freizeiten

- Konfirmandentage

Arbeitsbereich Inklusion/Integration

- Auf dem Weg zur Juleica inklusiv

- „Willkommen in Otterberg“- Projekt mit geflüchteten und einheimischen Jugendlichen

- Integration und Sport



Unser Ziel lautet:

„heute nicht auf Kosten von morgen und

hier nicht auf Kosten von anderen leben“

das ist Nachhaltigkeit auf den Punkt gebracht. Dies ist letztendlich eine Frage der Gerechtigkeit und damit eine Grundhaltung, auf der alles andere aufbaut. Aus christlicher Verantwortung für uns, unsere Mitmenschen und für die Schöpfung in der wir leben, kann uns der Zustand der Welt nicht gleichgültig sein. Wir wollen uns daran beteiligen, Gerechtigkeit, Friede und die Bewahrung der Schöpfung zu fördern. Wichtig ist, dass die 3 Lebensbereiche Ökonomie, Ökologie und Sozial/Kulturelles in ihrer Vernetzung und gegenseitigen Abhängigkeit gesehen werden.



Wir wollen Kinder und jungen Menschen in die Lage versetzen, dass sie ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand nehmen können unter Berücksichtigung der Interessen der Mitmenschen und der Umwelt. Gleichzeitig sollen sie ein hohes Maß an gesellschaftlicher Teilhabe erreichen können.

Dazu sind Gestaltungskompetenzen (nach De Haan et al 2008) wichtig.

- weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen

- vorausschauend Denken und Handeln

- interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen

- Risiken, Gefahren und Unsicherheiten erkennen und abwägen

- gemeinsam mit anderen planen und handeln

- an Entscheidungsprozessen partizipieren können

- Sich und andere immer wieder motivieren können

- die eigenen Leitbilder/ Werte und die anderer reflektieren können

- Zielkonflikte berücksichtigen können

- Empathie und Solidarität für Benachteiligte aufbringen

- Vorstellung von Gerechtigkeit als Entscheidungsgrundlage nutzen

(Zitate und Gedanken aus: „Der Wald ist voller Nachhaltigkeit“ von Kohler, Beate und Schulte Ostermann, Ute Beltz-Verlag, 2015)



Zur Einübung dieser Gestaltungskompetenzen bietet sich die Natur vor unserer Haustür als ein hervorragender Lern- und Erfahrungsort an:

- Wald ist spannend und regt zu Neugier und Entdeckungsfreude an

- durch seine Vielfalt regt er Fantasie und Kreativität an

- der Naturraum schult die Motorik, die eigene Körperwahrnehmung und Geschicklichkeit

- durch Erleben mit allen Sinnen kann man sich selbst als Teil der Natur wahrnehmen

- Neue Erfahrungen werden ermöglicht durch das Bestehen von Herausforderungen und dem Abbau von Ängsten

- durch Faszination und dem Staunen über die Zusammenhänge entsteht eine Wertschätzung, die zur Grundlage für Engagement und verantwortungsbewusstes Verhalten wird.

(Zitate und Gedanken aus: „Mit Robin Hood in den Wald“ von Hesebeck und Andere, Ökotopia Verlag, 2013)



Unsere Programmangebote werden mit einer großen Methodenvielfalt vermittelt

(abenteuerhaft, sportlich, handwerklich, informativ, kreativ und mit viel Spaß).
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