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3. Rundbrief aus Costa Rica von Miriam Janke

miri3Hallo, ihr Lieben in Deutschland!

Ich schicke euch viele liebe Grüße aus Costa Rica und hoffe, dass es euch allen gut geht.

Mir geht es hier immer noch sehr gut, die Arbeit im ACJ ist immer noch toll, auch wenn es zunehmend anstrengender wird. Im Moment darf ich öfters Verantwortung übernehmen, was auch sehr schön ist, aber oft, wenn ich dann mit den Kindern alleine bin, wollen sie mit mehr auf mich hören und machen dann das, was sie wollen.

Wenn dann eine andere Person kommt, schimpft sie mit den Kindern und sagt ihnen, dass sie mir den gleichen Respekt schulden wie allen anderen, aber in der letzten Woche ist es schon etwas besser geworden. Manchmal hatte ich dann auch das Gefühl, dass je mehr Spanisch ich kann, umso weniger die Kinder auf mich hören! Aber, wie gesagt, war es diese Woche schon besser, und ich hoffe, dass es bald noch besser wird.

Ansonsten haben wir jetzt eine schöne neue Spielecke, in der auch der Fernseher steht. Jaci und Hanna haben sich künstlerisch betätigt und es ist ein echt tolles Bild dabei herausgekommen!! Die Kinder spielen richtig gerne dort, es sieht echt toll aus!

Der kleine Junge, von dem ich das letzte Mal berichtet hatte, war nur drei Tage bei uns, ich weiß nicht, wieso er jetzt nicht mehr kommt. Vielleicht haben die Eltern doch eingesehen, dass er noch zu klein ist, wäre echt wünschenswert! Jetzt haben wir zwei neue Kinder, Jazmin ist drei Jahr alt und musste gar nicht weinen, als sie das erste Mal bei uns war, obwohl sie am ersten Tag gleich von Andrew, unserem Kleinsten, den Beißkind gebissen wurde! Sie ist voll lieb und nett, und ich glaube und hoffe für sie, dass sie sich bald bei uns wohl fühlt und sich schnell eingewöhnt. Das andere Kind heißt Dyana und muss oft weinen, weil sie ihre Mama so vermisst. Sie war diese Woche das erste Mal bei uns und kommt nur zwei Tage die Woche vormittags. Sie ist echt lieb, muss aber echt oft wegen allem möglichem weinen. Ich hoffe und bete für sie, dass sie sich schnell bei uns eingewöhnt und nicht so oft weinen muss!

Am 29. August mussten wir Carolina verabschieden, eine Freiwillige vom ACJ, die jetzt für ein Jahr in Deutschland ist, um beim CVJM Pfalz in Otterberg ein Freiwilliges Soziales Jahr zu leisten. Sie hat sich sehr darauf gefreut und es ist eine Riesenchance für sie. Auch wenn es am Anfang bestimmt schwer sein wird, vor allem, bis sie die Sprache kann; sie bekommt zwar Sprachunterricht, aber aller Anfang ist schwer. Das haben auch die zwei neuen Volontärinnen gemerkt, die wir begrüßen durften. Am 30. August kam Hanna Wedeman aus der Nähe von Hamburg, sie ist die Nachfolgerin von Jaci, die am Montag wieder nach Hause fliegt und im Moment fleißig aussortiert und packt (vom Abschied erzähl ich dann nächstes Mal ausführlicher). Am Montag kam Nora Schroeder an, sie kommt aus Baden und ist über den CVJM Pfalz in Purral. Zusammen mit Don Luis und Hanna war ich am Flughafen, um sie abzuholen und zu begrüßen. Sie hat sich richtig gefreut, war aber auch richtig fertig und müde von dem langen Flug. Wir drei verstehen uns richtig gut und ich glaube, dass wir eine noch sehr tolle Zeit zusammen verbringen werden!  Abends in der Reuión von den Freiwilligen, haben wir dann Begrüßung und Abschied zusammen gefeiert, war wirklich etwas besonders.

Nach acht Wochen Sprachkurs kann ich jetzt endlich sagen, dass ich die meiste Grammatik in etwa kann, und ich ihn deshalb beendet habe. Jetzt bin ich dabei, fleißig zu sprechen, dass ich das Gelernte auch praktisch anwende und so mein Spanisch verbessere. Ich merke schon, dass ich viel mehr verstehe, und freue mich jeden Tag, dass ich mehr sprechen und verstehen kann.  Am letzten Tag haben wir zusammen gekocht, es gab Reis mit Cola und Bier gekocht, fand ich anfangs echt komisch und konnte mir nicht so ganz vorstellen, dass es schmeckt, war aber echt lecker, dazu gab es Hühnchen mit Gemüse und zum Nachtisch noch Kuchen. War echt schön, nochmal zusammen zu kochen und zu erzählen. Es ist aber auch gut, dass der Kurs jetzt rum ist, denn ich habe gemerkt, dass meine Motivation in den letzten Tagen doch etwas abgenommen hat. Ich bin auch froh, dass ich jetzt sagen kann, dass ich schon so viel gelernt habe, dass ich ihn nicht mehr brauche.

Zusammen mit meiner Sprachlehrerin und 12 anderen Jugendlichen aus Deutschland, die jetzt mit „Weltwärts“ für ein Jahr in Costa Rica sind und sich dort in verschiedenen Projekten engagieren, war ich ein Wochenende am Strand. Wir sind Freitagmorgens losgefahren, fünf Stunden im Bus durch die tolle Landschaft zum Playa del Coco. Dort war es viel heißer als in San José und ich war froh, dass wir eine Klimaanlage in unserem Zimmer hatten. Wir haben in sogenannten Cabinas übernachtet, kleine Häuser mit etwa 10 Betten in zwei Zimmern, einer Küche und Bad. In der Anlage gab es noch mehr von den Häusern und in der Mitte war ein kleiner Pool. Zum Strand, zu den wir nur etwa zwei Minuten zu Fuß gebraucht haben, war echt richtig toll, wir haben viel im Meer gebadet und uns amüsiert. Dort habe ich meinen ersten Sonnenbrand bekommen, zum Glück war er nicht so schlimm und hat auch nicht so wehgetan. Das Wochenende war viel zu schnell um und wir sind wieder zurück gefahren. Zusammen haben wir ein echt tolles Wochenende verbracht. Es war ein toller erster Strandbesuch!

Mit meiner Gastschwester Sindy und ihrem Mann Frank waren meine Gastschwestern Adriana, Jaci und ich im Nationalpark Monumento Nacional Guayabo. Dort gibt es Ausgrabungen von den ersten Ureinwohnern Costa Rica, die schon vor Christus dort Häuser und Wasserleitungen und sogar eine Straße gebaut haben, es war echt interessant und spannend. Bis wir dort waren sind wir erst mal zwei Stunden durch die Provinz Cartago gefahren. Wir sind sogar durch einen Bach gefahren, der ganz flach war, was echt abenteuerlich war, zudem sind die Straßen hier auch nicht so toll, teilweise waren es nur Schotterpisten! Aber wir sind gut angekommen und es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht.

Zusammen mit meinem Gastpapa, meiner Gastschwester und meiner Gastnichte war ich auf einem riesengroßen Gemüsemarkt einkaufen, es war voll interessant und spannend. Dort gab es alle möglichen Früchte und Obst und Gemüse, einfach von allem etwas, einiges davon wird auch in Deutschland angebaut, wie Kartoffeln und Zwiebeln, anderes können wir auch kaufen, wie Ananas, Bananen, Mango, Papaya, das alles hier nur viel, viel besser schmeckt und andere Früchte die es nur hier gibt, wie Marmon, Pejiwajes und Cas. Mein Gastpapa hat mir erklärt, dass alles Obst und Gemüse, dass dort verkauft wird aus Costa Rica kommt, echt bemerkenswert!!!

Am Samstagnachmittag war Bingo im ACJ, die Woche vorher wurde fleißig vorbereitet und alle waren aufgeregt und besorgt, dass ja alles gut klappt. Es kamen viele Leute, die alle gewinnen wollten. Die Sachpreise und das Essen, das verkauft wurde, haben alles die Eltern von den Kindern vom ACJ gespendet. Es gab viele Gewinne, aber der ACJ hat wohl hoffentlich am Meisten davon profitiert.

Am Montag fahre ich nach Panama, um mein Visum zu verlängern. Ich darf 15 Stunden mit dem Bus nach Panama-Stadt fahren. Dort schlafe ich dann beim ACJ, die dort eine Art Jugendherberge haben. Ich freu mich schon riesig drauf und hoffe und bete, dass alles gut geht. Die Wochenenden danach werde ich wohl oft unterwegs sein, das ich jetzt schon fast drei Monate hier bin und noch einiges vom Land sehen will!!

In diesem Sinne, wünsch ich euch eine tolle Zeit, macht es gut und meldet euch mal, ich freue mich immer von euch zu hören, auch wenn ich aufgrund von Zeitmangel nicht immer allen antworten kann, was mir echt leid tut!!

Liebste Grüße aus Costa Rica und Gottes reichen Segen euch allen

eure Miriam

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