Nachrichten

4. Rundbrief von Miriam

Hallo ihr Lieben!rund4

Es sind einfach schon wieder vier Wochen rum und ihr bekommen wieder das Neuste von mir zu hören bzw. zu lesen.

Die Arbeit im ACJ macht mir immer noch viel Spaß, auch wenn ich im Moment oft merke, dass die Arbeit auch echt anstrengend sein kann. Auch wenn wir jetzt wieder eine Person mehr sind, die sich mit um die kleinen Kinder kümmert, merke ich doch, wie mich die Arbeit schlaucht, und ich froh bin, wenn die Kinder alleine spielen und ich nur aufpassen muss und mich etwas ausruhen kann. Nora und Hanna haben sich schon gut eingelebt und die Arbeit mit den Kindern macht auch ihnen großen Spaß. So freuen wir uns zu dritt jeden Tag wieder, die großartigen Kinder in die Arme schließen zu dürfen. Besonders toll ist es,

wenn man morgens kommt und einige Kinder schon angerannt kommen, um einen zu begrüßen, das ist echt ein tolles Gefühl und es zeigt uns, dass die Kinder uns richtig mögen und froh sind, dass wir hier sind.

Ansonsten hören die Kinder jetzt immer besser auf mich, auch wenn es Kinder gibt, zu denen man einfach immer alles fünfmal sagen muss, was echt nervig und störend ist. Aber so sind halt die Kinder, und ich glaube nicht, dass ich sie bzw. sie sich noch groß ändern werden. So sind sie halt, und vielleicht habe ich mich auch irgendwann mal daran gewöhnt. Toll ist ja, wenn sie es nach fünfmal sagen dann endlich das machen, was ich von ihnen will, ansonsten wird „gekämpft“. Nee, Scherz, alles ganz friedlich hier, auch wenn ich die Kinder als bestrafe, wenn sie gar nicht auf mich hören, das mache ich zwar nicht so gerne ist aber als echt notwendig, sonst würden sie mir nur auf der Nase herumtanzen!! Wir haben jetzt angefangen auch mit den kleinen Kinder aus meiner Gruppe an den Computer zu gehen, alle ab 4 Jahren dürfte theoretisch, aber für dir kleinsten ist es noch echt schwierig, deswegen gehen nur die „größeren“. Ab dieser Woche haben wir es so geregelt, dass jedes Kind nur einmal die Woche an den Computer darf, finden wir besser so. Auf der einen Seite ist es echt wichtig, dass sie sich damit auskennen, aber wir denken, dass es für die Kinder einfach noch zu früh ist, mit 5 Jahren an den Computer. Außerdem werden die mit der großen Gruppe in ein paar Jahren regelmäßig ein paar Mal die Woche gehen, und viel Zeit am Computer verbringen. Immerhin ist es jetzt so geregelt, dass jedes Kind nur einmal die Woche darf und nicht dreimal, das war echt viel zu viel.

Am 11. September mussten wir meine Mitvolontärin Jaci verabschieden. Sie hatte in meiner Familie gewohnt und dementsprechend waren alle traurig, als sie ging. Schon am Wochenende vorher wurde gefeiert; Samstagabend haben wir im Haus meiner einen Gastschwester gefeiert, es wurde auf der überdachten Terrasse gegrillt und der Rauch ist zum großen Teil einfach ins Haus gezogen, hat echt nicht gut gerochen, aber auch niemand gestört, und das Essen war echt lecker. Und was besonders toll war, ist, dass einfach alle Familienmitglieder, also alle Kinder meiner Gasteltern mit Familie da waren, auch die Schwester mit ihrer Familie, die etwas weiter weg wohnt! Es war ein echt großes buntes Treiben und Durcheinander, es war echt schön. Sonntagmittag gab es ein dann großes, leckeres Mittagessen, diesmal waren leider nicht alle Schwestern da, weil eine arbeiten musste, aber es war trotzdem schön.

Freitags haben wir dann mit den Kindern im ACJ gefeiert, die Kinder haben ihr ein Lied vorgesungen und wir haben leckeren Kuchen mit Gelatina (Wackelpudding) und Eis gegessen und danach noch einen Film geschaut und Popcorn dazu gefuttert. Es war echt toll, vor allem, weil alle Kinder einen Schlafanzug als Verkleidung anhatten, was richtig lustig war. Eine richtig große Verabschiedung von den Freiwilligen vom ACJ gab es leider nicht, aber viele haben ihr doch was geschenkt, einige kamen sogar bei uns zu Hause vorbei, um sich von ihr zu verabschieden, echt lieb!

Sonntagmittag bin ich dann mit Nora, Hanna und noch zwei Freiwilligen vom ACJ mit dem Bus zum Flughafen gefahren, weil in unserem Auto kein Platz mehr war, und Don Luis leider keine Zeit hatte. Also sind wir im Bus zum Flughafen und haben uns dort von ihr verabschiedet. Es war echt traurig, Jaci hat viel geweint, wir etwas weniger, aber wir waren alle traurig! Die Zeit mit ihr war echt schön, auch wenn wir leider nicht so viel zusammen unternommen haben, sind wir doch Freundinnen geworden und hier in der Familie ist es jetzt leiser und leerer geworden. Aber dafür sind jetzt Nora und Hanna da und mit den zweien ist es auch richtig toll und macht sehr viel Spaß, wir verstehen uns richtig gut und wollen noch viel zusammen unternehmen.

Vom 12. –17. September war ich in Panamá-Centro, da ich mein Visum verlängern musste, weil ich nur ein Touristen-Visum für drei Monate habe, aber noch weitere drei Monate in Costa Rica verbringen will. Ein paar Tage zuvor war ich mit Don Luis bei Ticabus, einem Busunternehmen, das so ziemlich alle Länder in Mittelamerika anfährt, um meine Fahrkarte zu kaufen. In Panamá-Centro konnte ich beim ACJ übernachten, der dort hat eine Unterkunft hat und es wollte mich sogar jemand vom Bus abholen. So bin ich Montagmittag um 12 Uhr in San José losgefahren, wir kamen gut voran und etwa gegen 19 Uhr waren wir an der Grenze. Da richtig wenig los war, und unser Bus fast der einzige dort war, ging es echt schnell und etwa eine Stunde später sind wir schon wieder weitergefahren. So kamen wir auch richtig früh in Panamá-Centro an: um 2 Uhr morgens waren wir in dem tollen, riesengroßen Terminal nacional de transporte in Panamá-Centro. Leider hatte ich auf der Fahrt echt wenig geschlafen, aber als wir dann dort waren, war ich so richtig hundemüde, und leider kam vom ACJ Panamá niemand, um mich abzuholen. Das war echt blöd, und so habe ich auf den tollen unbequemen Wartestühlen geschlafen, weil ich einfach so müde war, dass ich schlafen musste. Aber was ich richtig erstaunlich fand, um diese nachtschlagende Zeit kamen trotzdem echt viele Busse an, die meisten davon waren Reisebusse. Es hat mich echt erstaunt, dass so viele Menschen nachts unterwegs sind und alle wussten, wo sie hingehen, nur ich und ein paar wenige andere haben auf den Wartestühlen gewartet. Ich habe mich etwas gestrandet gefühlt, aber ja, morgens um 8 Uhr habe ich dann mal beim ACJ angerufen, zum Glück hatte mir Don Luis noch die Telefonnummer gegeben, sonst wäre ich echt aufgeschmissen gewesen. So kam gegen 9 Uhr dann jemand, um mich abzuholen. Zusammen sind wir dann zum ACJ dort gefahren und dort mir wurde die Directora General Lourdes vorgestellt, mit ihr und den Präsidenten Franzisco und der Bürofrau Franzis bin dann später Mittagessen gefahren und sie haben mir etwas die Stadt gezeigt. Nachmittags hab ich dann erst mal etwas geschlafen und mich ausgeruht, weil ich einfach noch soo unglaublich müde war. Abends kam dann eine Gruppe, um im ACJ Tischtennis zu spielen, mit denen habe ich mich dann unterhalten, so war es dann nicht ganz so langweilig. Ansonsten habe ich mir dort den Kanal angeschaut und war im Rieseneinkaufszentrum: der Albrook-Mall, ich habe einen Hügel, der aus der Erde vom Kanal aufgeschichtet wurde, bestiegen und als ich oben war, war mein T-Shirt einfach total nass geschwitzt, denn dort ist es viel wärmer als in San José. Die Altstadt, also San Felipe und Casco Viejo habe ich auch erkundet. Die vier Tage dort waren echt interessant und spannend, vor allem, weil die Taxifahrer irgendwie alle nicht so genau wussten, wo der YMCA in Ancón ist, aber zum Glück bin ich trotzdem immer wieder gut dort angekommen. Freitagabends um 23 Uhr bin ich dann wieder zurück Richtung San José gefahren, zum Glück konnte ich diese Fahrt besser schlafen und habe sogar richtig lange geschlafen, selbst als wir schon an der Grenze waren, morgens um 7 habe ich noch geschlafen und bin erst eine halbe Stunde später aufgewacht, als wir dann alle aussteigen mussten. Dieses Mal hat es zwar länger gedauert, aber ging doch noch recht zügig, so waren wir nach zwei Stunden durch und sind weitergefahren. In San José haben mich Nora, Hanna und Don Luis schon sehnsüchtig erwartet und es war echt toll abgeholt zu werden, und zu wissen, dass und wer auf mich wartet!! Es war eine echt schöne Reise, ich fand es zwar etwas schade, dass ich so oft alleine unterwegs war, aber die vier Tage haben mir auch gezeigt, dass ich auch einfach mal selbst aktiv werden und die Initiative ergreifen muss, da ich nicht immer alles serviert und gezeigt gekriegt habe.

Zusammen mit Hanna und Nora habe ich schon einiges unternommen: wir waren in Alajuela, einer Stadt in der Nähe von San José, nach der auch eine der 7 Provinzen benannt ist. Dort haben wir uns mit Bekannten von Nora getroffen, die sie auf einem Auswahlseminar kennengelernt hatte. Zusammen haben wir einen tollen Nachmittag verbracht, auch wenn es viel geregnet hatte, und die Kathedrale, in die ich eigentlich wollte zu hatte, das war zwar etwas schade, aber es war trotzdem schön gewesen!!

Letztes Wochenende waren wir zusammen mit noch einer Deutschen, Naima, die im Moment auch im ACJ arbeitet, am Strand. Wir hatten richtig Glück gehabt mit dem Wetter: es hat nur am Sonntagmorgen einmal kurz geregnet, aber da waren wir noch im Hostel und von daher hat es uns nichts ausgemacht. Ansonsten hat nur die Sonne geschienen. Wir waren am Strand und im Meer und leider habe ich mich etwas verbrannt, aber ich war nicht die einzige! Wir haben zwei Schweizer kennengelernt, die Costa Rica bereisen und auch einige Amerikaner. Es war richtig schön gewesen, das Wochenende am Strand zu verbringen. Auch wenn wir am Montag recht müde waren, da wir nicht so gut schlafen konnten, weil in unserem Zimmer trotz Ventilator einfach so richtig warm war. Aber es war einfach herrlich gewesen und ich freue mich auf den nächsten Strandbesuch!

Soweit mal von mir, ich wünsche euch Alles Gute und einen wunderschönen goldenen Herbst, genießt diese tolle Jahreszeit, wenn sich alle Blätter färben und alles so wunderschön aussieht. Das darf ich diese Jahr leider nicht bestaunen, deswegen staunt für mich etwas mit, das wäre echt liebJ

Ich freue mich immer auf eure Antworten, denn ich bin gespannt, wie es meiner lieben Pfalz und ihren Bewohner so ergeht, wenn ich sie nicht sehen kann. Ich bin euch auch echt dankbar für eure Gebete, auch für die Kinder und die Arbeit im ACJ, die echt wichtig ist.

Ich wünsche euch eine ganz tolle Zeit,

Alles Liebe aus Purral, Costa Rica,

Miriam

Aktuelle Seite: Start > Landesverband > Nachrichten > 4. Rundbrief von Miriam