Historisches

ACJ Costa Rica

Die ACJ Costa Rica wurde 1973 gegründet und arbeitet überwiegend mit verschiedenen Gruppen der armen Bevölkerung. Herzstück der Arbeit ist das Zentrum in Purral, einem ärmeren Viertel am Rande der Hauptstadt San Jose. Als eine der ältesten CVJM Bewegungen in Zentralamerika hat die ACJ Costa Rica wertvolle Impulse bei der Neugründung von CVJM`s in Nicaragua, Honduras und El Salvador gegeben. Der CVJM Pfalz unterhält schon seit 1982 eine Partnerschaft mit der ACJ in Costa Rica. In dieser Zeit haben mehrere ehrenamtliche Volontäre aus der Pfalz in Purral mitgearbeitet. Im Moment unterstützt eine Volontärin aus Bayern die ACJ im Rahmen des "Weltwärts" Programmes. 1998 war mit Jeffry Umana auch ein ehrenamtlicher Mitarbeiter aus Costa Rica in der Pfalz, der hier die örtliche Jugendarbeit unterstützt hat.

Das Entwicklungszentrum in Purral

Das Entwicklungszentrum in Purral befindet sich in einem ärmeren Viertel der Hauptstadt San Jose, in dem Drogenkonsum, Prostitution und Bandenkriminalität an der Tagesordnung sind. Den in diesem Umfeld aufwachsenden Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben, ist ein Schwerpunkt der Arbeit der ACJ. Mit verschiedenen Angeboten wird versucht, Liebe und Nähe zu vermitteln, die Ernährung zu verbessern und Bildungsdefizite auszugleichen. Auch die Erwachsenen profitieren von Fortbildungsangeboten und verbessern dadurch ihre Berufschancen. Ein dritter Schwerpunkt ist die Pflege der Gemeinschaft und Solidarität. Das Entwicklungszentrum Purral ist dabei Koordinationsstelle vieler Projekte, wie z.B. die Kindertagesstätte Ana Frank, Arbeit mit Straßenkindern, Berufsausbildungsprojekte, aber auch Begegnungs- und Ausbildungszentrum mit Sport- und Spielplatz, volkshochschulähnlichen Kursen, einer kleinen Bibliothek und vieles mehr. Um die Kontinuität der Arbeit sicherzustellen, hat die ACJ Costa Rica das Gebäude, das von einer älteren Privatperson zur Verfügung gestellt worden war, im Sommer 1996 mit dem dazugehörigen Grundstück gekauft.

Arbeit mit Straßenkindern

Jede zweite Woche, am Sonntag, erhalten ca. 30 Kinder und Jugendliche von 7-15 Jahren im Haus der ACJ eine vernünftige Mahlzeit. Aber nicht nur das, hier können sie Kinder sein. Jeden Sonntag veranstaltet die ACJ von 8-13 Uhr ein Programm mit Sport, Spiel und kreativen Angeboten, aber auch Lerninhalten, die die mangelnde Schulbildung soweit wie möglich ausgleichen soll, um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Den Rest der Woche verbringen sie auf der Straße und verkaufen irgendwelche Sachen, um mit für den Lebensunterhalt ihrer meist geschädigten Familien beizutragen.

Die Kindertagesstätte Ana Frank

Die Einrichtung wurde Anfang des Jahres in einen Neubau neben dem Entwicklungszentrum integriert. Für einen mehr symbolischen Betrag können Eltern, meist Alleinerziehende, ihre Kinder von 6-18 Uhr dort unterbringen. Die Eltern müssen in der Regel den ganzen Tag arbeiten, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Momentan erhalten 40 Kinder, im Alter von 6 Monaten bis 12 Jahren, Zuwendung, eine ausgewogene Ernährung und eine vernünftige Erziehung. Damit bleibt ihnen ein Dasein als Straßenkinder erspart.Die ca. 50 Kinder sind in die zwei Gruppen „Babies und Kindergartenkinder“ und „Schulkinder“ aufgeteilt. Die ca. 20 kleineren Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zu 6 Jahren werden von zwei Mitarbeiterinnen betreut. Eine Pädagogin arbeitet mit den ca. 30 Schulkindern im Alter bis einschließlich 11 Jahren. Da in Costa Rica die Kinder in zwei Gruppen zur Schule gehen, das bedeutet ein Teil der Kinder morgens bis 12.00 Uhr, der andere Nachmittags ab 12.10 Uhr, ist in der ACJ immer eine Gruppe von 13 bis 17 Schulkindern anzutreffen.

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